Langzeit-EKG (Holter-EKG) bei Hund und Katze
Das Langzeit-EKG zeichnet die Herzaktivität Ihres Tieres über mindestens 24 Stunden auf. Nach seinem Erfinder heißt es auch Holter-EKG. Es hilft, wenn Herzrhythmusstörungen nur zeitweise oder unter Belastung auftreten und ein kurzes EKG in der Praxis unauffällig bleibt.
Wann ist ein Langzeit-EKG sinnvoll?
- bei verminderter Belastbarkeit
- bei Ohnmachtsanfällen (Synkopen)
- bei Verdacht auf zeitweise Rhythmusstörungen
- zur Vorsorge bei Rassen mit erblichen Herzerkrankungen, etwa Boxer oder Dobermann [Praxis prüfen]
So läuft das Langzeit-EKG ab
- Wir scheren das Fell an beiden Seiten des Brustkorbs.
- Wir kleben die Elektroden auf und fixieren sie mit einem Verband und einer speziellen Weste.
- Ein kleines Aufzeichnungsgerät an der Weste speichert die Herzaktivität für mindestens 24 Stunden.
- Danach wertet ein externer Spezialist, Dr. Robert Höpfner, die Daten aus.
- Wir besprechen den Befund und eine Behandlungsempfehlung mit Ihnen.
Was Sie während der 24 Stunden beachten sollten
- Tagebuch führen: Notieren Sie mit Uhrzeit, was Ihr Tier tut, etwa Füttern, Spaziergänge und Schlafen.
- Typische Situationen nachstellen: Zeigt Ihr Tier Schwäche bei einer bestimmten Aktivität, wiederholen Sie diese während der Aufzeichnung.
- Trocken halten: Das Gerät darf nicht nass werden. Ihr Hund sollte nicht schwimmen, starker Regen ist zu meiden.
- Gerät sicher abnehmen: Lösen sich Elektroden oder Verband, nehmen Sie das EKG vorsichtig ab, ohne Schere, damit die Kabel nicht beschädigt werden.
Das Langzeit-EKG ergänzt das EKG in der Praxis und den Herzultraschall.
Häufige Fragen zum Langzeit-EKG
Wie läuft ein Langzeit-EKG ab?
Ihr Tier trägt eine Weste mit einem kleinen Aufzeichnungsgerät, das die Herzaktivität mindestens 24 Stunden lang speichert.
Was muss ich während der 24 Stunden beachten?
Ein Tagebuch führen, das Gerät trocken halten und typische Situationen nachstellen, in denen Ihr Tier Beschwerden zeigt.
Wer wertet das Holter-EKG aus?
Ein externer Spezialist, Dr. Robert Höpfner. Den Befund besprechen wir anschließend mit Ihnen.
Darf mein Hund mit dem Langzeit-EKG spazieren gehen?
Ja, normale Aktivität ist sogar erwünscht. Nur Schwimmen und starker Regen sind zu meiden.
Warum reicht ein normales EKG nicht?
Es dauert nur wenige Minuten. Zeitweise Rhythmusstörungen treten in dieser Zeit oft nicht auf.
Termin und Überweisung
Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.
Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.