Magen- und Darmspiegelung mit Biopsie bei Hund und Katze

Endoskop zur Untersuchung von Magen-Darmtrakt und oberen Atemwegen

Bei einer Magen- oder Darmspiegelung untersuchen wir die Schleimhäute des Verdauungstraktes direkt mit einer Kamera. Gleichzeitig entnehmen wir gezielt Gewebeproben (Biopsien) aus veränderten Bereichen. So klären wir chronische oder unklare Erkrankungen von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm ab. Ein Bauchschnitt ist dafür nicht nötig.

Wann ist eine Magen- oder Darmspiegelung sinnvoll?

Typische Gründe für eine Spiegelung mit Biopsie sind:

  • chronischer Durchfall
  • häufiges oder chronisches Erbrechen
  • Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursache
  • Verdacht auf eine chronische Darmentzündung (IBD) oder eine Futtermittelunverträglichkeit
  • Verdacht auf ein Magengeschwür oder einen Tumor
  • Eiweißverlust über den Darm [Praxis prüfen]

Vorher schließen wir häufige Ursachen wie Parasiten aus, zum Beispiel mit einer Kotuntersuchung, und führen einen Bauchultraschall durch. [Praxis prüfen]

So läuft die Untersuchung ab

Die Untersuchung erfolgt in Narkose mit lückenloser Narkoseüberwachung.

  1. Wir führen ein flexibles Endoskop mit Lichtquelle und Kamera über die Maulhöhle ein (Magenspiegelung, Gastroduodenoskopie) oder bei Bedarf über den After (Darmspiegelung, Koloskopie).
  2. Wir beurteilen die Schleimhäute direkt auf dem Bildschirm.
  3. Aus veränderten Bereichen entnehmen wir gezielt kleine Gewebeproben.
  4. Die Proben werden histopathologisch untersucht.

Mehr zu unseren endoskopischen Verfahren lesen Sie unter Endoskopie. Zur Vorbereitung muss Ihr Tier nüchtern sein, vor einer Darmspiegelung ist zusätzlich eine Darmreinigung nötig. [Praxis prüfen]

Vorteile des minimalinvasiven Verfahrens

  • kein Bauchschnitt: Eine chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle ist nicht erforderlich.
  • geringe Belastung: Die Erholung erfolgt in der Regel rasch.
  • selten Komplikationen
  • präzise Diagnose: Die Kombination aus endoskopischer Beurteilung und feingeweblicher Untersuchung erlaubt eine genaue Diagnose.

Auf dieser Grundlage leiten wir für jeden Patienten die bestmögliche Therapie ein. Ist eine Operation nötig, etwa bei einem Tumor, lesen Sie mehr unter Magen-Darm-Chirurgie.

Häufige Fragen zur Magen- und Darmspiegelung

Bei chronischem Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust, wenn andere Untersuchungen keine Ursache gezeigt haben.

Ja. Die genauen Vorgaben zur Nüchternheit und zur Darmreinigung erhalten Sie bei der Terminvereinbarung. [Praxis prüfen]

Nein, Komplikationen sind selten. Die Untersuchung ist minimalinvasiv, und wir überwachen die Narkose lückenlos.

Die histopathologische Untersuchung dauert meist einige Tage. [Praxis prüfen]

Zum Beispiel Entzündungen, Geschwüre, Fremdkörper oder Tumoren der Schleimhaut.

Termin und Überweisung

Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.

Dr. Peter Schmidt
Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren?

Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.