EKG (Elektrokardiogramm) bei Hund und Katze
Das EKG zeichnet die elektrische Erregung des Herzens auf. So erkennen wir Störungen bei der Entstehung oder Weiterleitung des Herzschlags, also Herzrhythmusstörungen. Außerdem gibt das EKG Hinweise auf strukturelle Veränderungen, etwa vergrößerte Herzkammern oder Vorhöfe. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. [Praxis prüfen]
Wann ist ein EKG sinnvoll?
- bei einem unregelmäßigen Herzschlag
- bei Schwäche unter Belastung
- bei unklaren, anfallsartigen Episoden, etwa Umkippen oder Ohnmacht
- ergänzend zum Herzultraschall
- vor und während einer Narkose, siehe Narkoseüberwachung
So läuft das EKG ab
- Ihr Tier liegt idealerweise auf der rechten Seite.
- Wir befestigen fünf Elektroden an den Gliedmaßen und am Brustkorb und befeuchten sie für einen besseren Kontakt mit Alkohol.
- Ein tragbares Gerät zeichnet den Herzrhythmus auf. Auffällige Abschnitte drucken wir zur Auswertung aus.
Ist das Liegen nicht möglich, können wir das EKG auch im Stehen aufzeichnen. Dabei kann sich die Herzachse verschieben, und Muskelzittern kann die Kurve stören. Das berücksichtigen wir bei der Auswertung.
Grenzen des EKG
Ein unauffälliges EKG schließt zeitweise auftretende Rhythmusstörungen nicht sicher aus, etwa solche, die nur unter Belastung auftreten. In diesen Fällen kann ein Langzeit-EKG über 24 Stunden nötig sein. Das entscheiden wir im Einzelfall.
Häufige Fragen zum EKG
Wann braucht mein Hund ein EKG?
Bei einem unregelmäßigen Herzschlag, Schwäche unter Belastung oder unklaren Anfällen.
Tut ein EKG weh?
Nein. Die Elektroden werden nur auf die Haut aufgesetzt.
Muss mein Tier dafür ruhig liegen?
Idealerweise liegt es auf der rechten Seite. Notfalls zeichnen wir das EKG auch im Stehen auf.
Reicht ein normales EKG aus?
Nicht immer. Zeitweise Rhythmusstörungen erkennt oft erst ein Langzeit-EKG über 24 Stunden.
Was ist der Unterschied zum Herzultraschall?
Das EKG zeigt die elektrische Erregung und den Rhythmus, der Herzultraschall den Aufbau und die Pumpleistung des Herzens.
Termin und Überweisung
Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.
Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.