Harnuntersuchung bei Hund und Katze

Harnuntersuchung

Die Harnuntersuchung (Urinuntersuchung) ist unverzichtbar, wenn Ihr Tier viel trinkt, häufig Urin absetzt oder Probleme beim Wasserlassen hat. Sie gibt Auskunft über die Nierenfunktion, zeigt Entzündungen, Infektionen oder Kristalle und liefert Hinweise auf Stoffwechselerkrankungen. Den größten Teil der Untersuchungen führen wir direkt in unserer Praxis durch.

Wann ist eine Harnuntersuchung sinnvoll?

  • vermehrtes Trinken und häufiger Harnabsatz
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Harnträufeln
  • Blut im Urin
  • Verdacht auf Blasenentzündung oder Blasensteine, siehe Urologische Operationen
  • Abklärung von Nieren- oder Hormonerkrankungen, siehe Endokrinologie

So bringen Sie eine Urinprobe mit

  1. Fangen Sie am Tag des Termins Morgenurin auf.
  2. Verwenden Sie das Gefäß, das Sie von uns bekommen, oder ein gründlich gereinigtes und heiß ausgespültes Glas mit Schraubdeckel.
  3. Bis zum Termin bewahren Sie die Probe im Kühlschrank auf.

Was wir im Urin untersuchen

  • Urinspezifisches Gewicht: Mit einem Refraktometer messen wir, wie gut die Nieren den Urin konzentrieren.
  • Teststreifen: pH-Wert sowie ein Suchtest auf Eiweiß und Zucker
  • Eiweiß-Kreatinin-Verhältnis (UPC): bei erhöhtem Eiweiß, maschinell gemessen
  • Harnsediment: Unter dem Mikroskop erkennen wir Entzündungszellen, Bakterien oder Kristalle.

Die Harnuntersuchung ergänzt die Blutuntersuchung mit den Nierenwerten.

Bakteriologische Untersuchung und Blasenpunktion

Besteht der Verdacht auf eine Blasen- oder Harnwegsinfektion, empfehlen wir eine bakteriologische Untersuchung des Urins. Dafür brauchen wir möglichst keimfreien Urin. Wir gewinnen ihn mit einer dünnen Nadel direkt aus der Blase, gezielt per Ultraschall (Zystozentese). Dafür ist in der Regel keine Sedierung oder Narkose nötig.

Häufige Fragen zur Harnuntersuchung

Fangen Sie beim Morgenspaziergang etwas Urin in einem sauberen Gefäß auf, etwa mit einer flachen Schale. [Praxis prüfen]

Am einfachsten mit spezieller, nicht saugender Katzenstreu, die Sie bei uns erfragen können. Alternativ gewinnen wir den Urin per Blasenpunktion. [Praxis prüfen]

Im Kühlschrank bis zum Termin am selben Tag. Bringen Sie am besten frischen Morgenurin mit.

Die Entnahme von Urin mit einer dünnen Nadel direkt aus der Blase, gezielt per Ultraschall. Sie liefert keimfreien Urin und ist meist ohne Sedierung möglich.

Entzündungszellen, Bakterien oder Kristalle, die zum Beispiel auf Harnsteine hinweisen können.

Termin und Überweisung

Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.

Dr. Peter Schmidt
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Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.