Urologische Operationen bei Hund und Katze

Harnuntersuchung

Erkrankungen der Harnwege können Nieren, Harnleiter, Harnblase oder Harnröhre betreffen. Am häufigsten operieren wir Blasensteine, Blasentumoren, Verletzungen und andere Harnabflussstörungen. Ziel der urologischen Chirurgie ist, die Funktion der Harnwege wiederherzustellen, Schmerzen zu lindern und lebensbedrohliche Komplikationen wie einen Harnstau oder einen Riss der Harnwege zu verhindern.

Wann ist eine Operation an den Harnwegen nötig?

Zu den häufigsten Gründen zählen:

  • Harn- und Blasensteine (Urolithiasis)
  • Blasentumoren – siehe auch Tumorchirurgie
  • Verletzungen der Harnwege, zum Beispiel nach einem Unfall
  • andere Harnabflussstörungen

Symptome

Betroffene Tiere zeigen häufig:

  • erschwerten oder schmerzhaften Harnabsatz
  • Blut im Urin
  • häufiges Pressen
  • wiederkehrende Harnwegsinfektionen

Notfall Harnröhrenverschluss

Ist die Harnröhre vollständig verschlossen, kann Ihr Tier keinen Urin mehr absetzen. Das ist ein akuter Notfall, besonders häufig betroffen sind Kater. Bitte stellen Sie Ihr Tier sofort vor oder wenden Sie sich außerhalb unserer Sprechzeiten an den tierärztlichen Notdienst Leipzig. [Praxis prüfen]

Diagnostik

Um Ursache und Ausmaß der Erkrankung genau zu bestimmen, nutzen wir neben der klinischen Untersuchung:

Operationsverfahren

Je nach Erkrankung setzen wir unterschiedliche Verfahren ein:

  • Zystotomie: operative Entfernung von Blasensteinen über einen Schnitt in die Harnblase
  • rekonstruktive Eingriffe an Harnblase oder Harnröhre
  • Versorgung von Verletzungen der Harnwege
  • chirurgische Behandlung von Tumoren
  • Perineale oder präpubische Urethrostomie: ein neuer, dauerhafter Harnröhrenausgang, wenn der Harnabfluss anders nicht gesichert werden kann

Alle Eingriffe erfolgen in Allgemeinnarkose mit Narkoseüberwachung.

Prognose

Die Prognose richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Zeitpunkt der Behandlung. Eine frühe Diagnose und eine individuell abgestimmte Operation ermöglichen in vielen Fällen eine vollständige Wiederherstellung der Harnwegsfunktion. Die Lebensqualität verbessert sich dadurch deutlich.

Häufige Fragen zu urologischen Operationen

Wenn sie Beschwerden verursachen, den Harnabfluss behindern oder sich nicht mit Futter oder Medikamenten auflösen lassen. [Praxis prüfen]

Sofort tierärztlich vorstellen. Ein vollständiger Harnröhrenverschluss ist lebensbedrohlich.

Ein chirurgisch angelegter, dauerhafter Harnröhrenausgang. Er sichert den Harnabfluss, wenn die Harnröhre immer wieder verstopft oder geschädigt ist.

Ja, das ist möglich. Wir lassen die Steine deshalb untersuchen und geben Ihnen Empfehlungen zu Fütterung und Kontrollen. [Praxis prüfen]

Mit Blut- und Harnuntersuchungen sowie Ultraschall und Röntgen.

Termin und Überweisung

Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.

Dr. Peter Schmidt
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Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.