Hernien-OP bei Hund und Katze

Hernienoperation

Eine Hernie (ein Bruch) ist eine Lücke oder ein Riss im Gewebe, durch den Gewebe oder Organe austreten können. Hernien sind angeboren oder entstehen im Laufe des Lebens. Werden ausgetretene Organe eingeklemmt, wird daraus ein Notfall. Wir versorgen alle gängigen Hernien bei Hund und Katze chirurgisch.

Diese Hernien operieren wir

  • Nabelbruch (Nabelhernie): eine Lücke in der Bauchwand am Nabel, oft angeboren
  • Leistenbruch (Inguinalhernie): eine Lücke im Bereich der Leiste
  • Dammbruch (Perinealhernie): eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur neben dem After
  • Zwerchfellbruch (Zwerchfellhernie): Bauchorgane gelangen in den Brustkorb, oft nach einem Unfall [Praxis prüfen]
  • Bauchwandbruch (Abdominalhernie): eine Lücke in der Bauchwand, etwa nach einer Verletzung
  • Peritoneoperikardiale Hernie: eine angeborene Verbindung zwischen Bauchhöhle und Herzbeutel

Wann ist eine Hernie ein Notfall?

Werden Darm oder andere Organe im Bruch eingeklemmt, ist ihre Durchblutung gefährdet. Anzeichen sind eine plötzlich schmerzhafte, harte Schwellung, Erbrechen oder ein deutlich gestörtes Allgemeinbefinden. Bei Atemnot kann ein Zwerchfellbruch dahinterstecken. Stellen Sie Ihr Tier dann sofort vor. [Praxis prüfen]

Ablauf der Hernien-OP

Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose mit Narkoseüberwachung.

  1. Wir legen den Bruch frei.
  2. Wir verlagern das ausgetretene Gewebe zurück an seinen Platz.
  3. Wir verschließen die Bruchpforte.

Perinealhernie beim Rüden

Die Perinealhernie betrifft vor allem ältere, nicht kastrierte Rüden. Bei der Operation bauen wir die Beckenbodenmuskulatur wieder auf. Reicht das eigene Gewebe nicht aus, nutzen wir einen Muskellappen aus dem Oberschenkel oder ein Netz.

Da die Perinealhernie meist hormonabhängig ist, empfehlen wir vor oder während der Operation eine Kastration.

Häufige Fragen zur Hernien-OP

Kleine Nabelbrüche ohne Beschwerden müssen nicht immer operiert werden. Größere Brüche oder Brüche mit Einklemmungsgefahr verschließen wir chirurgisch. [Praxis prüfen]

Eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur neben dem After, durch die Gewebe oder Organe austreten. Sie betrifft vor allem ältere, nicht kastrierte Rüden.

Weil die Erkrankung meist hormonabhängig ist. Die Kastration senkt das Risiko eines Rückfalls. [Praxis prüfen]

An einer plötzlich schmerzhaften, harten Schwellung, Erbrechen oder Mattigkeit. Das ist ein Notfall.

Das hängt von Art und Größe des Bruchs ab. Den Nachsorgeplan besprechen wir individuell mit Ihnen.

Termin und Überweisung

Tierärztliche Kolleg*innen finden Informationen zur Überweisung unter Für Kolleg*innen.

Dr. Peter Schmidt
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Dr. Peter Schmidt und das Praxisteam beraten Sie gern persönlich – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.